Everglades

Montag, Oktober 18, 2010 by Janna

Als wir endlich unseren Leihwagen hatten (ein unscheinbarer grauer Hyundai, es hätte auch eine goldene Dodgelimousine sein können, diese war dem Micha aber zu protzig…)  wollten wir auf die vielgerühmten Keys hinausfahren. Da die Leihaktion doch ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen hatte und wir uns erst einmal mit hiesigen Strassenbeschilderungen vertraut machen mussten, dunkelte es schon ein bevor wir die Inseln erreicht hatten. Aber ein kleiner ungewollter Trip durch ein Wohngebiet im Süden Miamis lieferte uns schon mal einen kleinen Einblick auf Florida. Es ist ungemein viel Platz hier. Die Strassen sind weit und die Häuser flach gebaut, häufig mit Veranda und einem Garten drum herum und die Wege sind mit hohen Bäumen und Palmen gesäumt.

Unsere erst Nacht verbrachten wir in einem Motel mit gemütlicher Tikibar direkt am Wasser am Anfang der Brücke auf die Keys. Die Livemusik und ein Budweiser stimmten uns auf den “american way of life” ein.

Am nächsten Tag erfuhren wir in einem Visitorcenter in Key Largo, dass die Preise für Übernachtungen recht gesalzen sind. Auch das Wetter war sehr ungünstig für Schnorchelausflüge. Der Herr Allwissend aus dem besagten Visitorcenter wollte uns sehr gerne ein teures Hotelzimmer aufschwatzen, aber wir beschlossen uns selbst kundig zu machen und wegen des Windes erst einmal die Everglades zu besuchen.

Wir fanden ein günstiges und wunderschön liebevoll eingerichtetes Hostel (Everglade Hostel) in Florida City. Glücklicherweise gab es sogar einen hauseigenen Guide und Kajaks und so unternahmen wir am nächsten Tag eine Tour in die Everglades. Auf einem der Trails sahen wir eine Aligatormama mit ihren gestreiften Babys. Die Babys machten übrigens genau die Geräusche, die unser Guide im Urwald immer gemacht hat um Kaimane anzulocken. Anyway… Das herausragendste Erlebnis war, als wir Potief durch das Wasser der Everglades wateten, um plötzlich mitten in einem Wald zu stehen. Der Guide klopfte mit einem Stock an jeden Baum um die Schlangen zu verscheuchen, die sich auch tatsächlich nicht zeigten, was wir einerseits schade aber andererseits auch beruhigend fanden. Stattdessen sahen wir in unmittelbarer Nähe eine riesige Eule auf einem Baum sitzen. Ein anderes Highlight waren zwei Manatees, die uns beim Canoeing begegneten. Nicht nur vor so manchen Tieren, wie Schlangen, Krokodile oder Spinnen muss man sich in acht nehmen, nein, es gibt auch ganz fiese Pflanzen: Das Poisonwood. Schon die Berührung mit den Blättern kann unangenehme Hautirritationen hervorrufen. Sogar den Regen, der von den Blättern tropft sollte man meiden. Und diese Bäume gibt es in den Everglades zuhauf.


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One Response to “Everglades”

  1. Mama Käthe sagt:

    Ihr seid wahrhaftig nicht zimperlich. Einfach so bis zum Po im trüben Wasser durch die Sümpfe dort zu stapfen… da kenne ich einige Menschen die würden das nie im Leben über sich bringen.

    Gruß Mama